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"Macht definitiv mehr Spaß als Passübungen"

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Für das ÖFB-Team steht am Donnerstag mit dem Test gegen den Schweizer Sechstligisten US Schluein Ilanz ein Tapetenwechsel zum Trainings-Alltag auf dem Programm.

"Dieses Spiel hat seinen Sinn, auch wenn es ein vermeintlich schwächerer Gegner ist. Für uns ist es ein besseres Training. Sobald der Schiedsrichter anpfeift, hat es Wettkampf-Charakter", betont Sebastian Prödl.

Martin Harnik findet: "Wir müssen es als gelungene Abwechslung sehen, denn am Ende macht es definitiv mehr Spaß als Passübungen."

Teamchef Marcel Koller bezeichnete dieses Probelauf als "Zückerchen" für die extrem bemühten Gastgeber, auf deren Platz das Nationalteam in dieser Woche seine Einheiten absolviert.


Ein Schweizer Tor?

Nicht selten greifen die Schweizer Amateur-Kicker mit an, um den rot-weiß-roten EURO-Hoffnungen perfekte Bedingungen in der Vorbereitung zu verschaffen.

In diesem Match dürfen sie sich nun höchstpersönlich mit den ÖFB-Stars messen und sich dabei auch einem Live-TV-Publikum präsentieren.

"Vom Schreiner, Elektiker, Bodenleger, Bänker, Optiker bis zum Bauarbeiter", zählt der rührige Vereinspräsident Simon Lutz die Berufe seiner Schützlinge auf.

Das Kräftemessen mit einem Nationalteam sei eine Chance, wie sie seine Spieler nur einmal im Leben bekommen würden. Das große Ziel im Duell David gegen Goliath ist ein Tor, das Wichtigste sei jedoch, dass sich kein ÖFB-Kicker in dieser Partie verletzen würde.

Nur keine Verletzungen!

Während eine Härteschlacht also definitiv auszuschließen ist, ist aus rot-weiß-roter Sicht dennoch die entsprechende mentale Einstelllung entscheidend.

"Es wird wichtig sein, mit der richtigen Spannung in das Spiel zu gehen. Es wäre gefährlich, zu locker zu sein und in den Zweikämpfen nicht die Präsenz zu haben, die man braucht. Dann ist in solchen Spielen natürlich die Verletzungsgefahr immer ein bisschen höher. Wir müssen aufpassen, dass wir dieses Spiel trotzdem ernst nehmen", warnt Harnik.

Florian Klein streicht hervor, dass solche Spiele helfen, wieder in den gemeinsamen Rhythmus zu finden: "Es ist schon extrem wichtig, dass wir als Mannschaft sofort wieder zusammenfinden und unsere Prinzipien umsetzen können. Gegen diesen Gegner erwartet natürlich jeder, dass wir viele Tore machen. Das erhoffen wir uns auch. Wir werden mit 100 Prozent reinstarten, denn es bleibt nicht viel Zeit bis zur EURO, da müssen wir jedes Spiel nützen. Jeder Wettkampf ist besser und wichtiger als einzelne Trainings."

"Wir müssen es als Startschuss sehen"

Ähnlich sieht es Prödl, für den es zählt, Abläufe wieder in Erinnerung zu rufen und einige Kombinationen zu zeigen: "Da geht es gar nicht darum, wie viele Tore wie schießen. Für uns ist es quasi eine Wiederholung aller Sachen, die wir uns in der Quali angeeignet haben. Wir müssen es als Startschuss sehen."

Während die 700 Zuschauer fassende Haupttribüne in der Raiffeisen Arena Crap Gries längst ausverkauft ist, sind für die Stehplatz-Tribüne noch Karten vorhanden, falls in West-Österreich jemand Lust auf einen Feiertags-Ausflug zum ÖFB-Team verspüren sollte.

Mit Lutz verfügt Österreich übrigens über einen Schweizer Daumendrücker bei der EURO. Aus Unzufriedenheit mit dem eidgenössischen Teamchef Vladimir Petkovic wettete er zwei Flaschen Wein, dass Österreich in Frankreich weiter kommen würde als die Schweiz.

"Marcel Koller ist etwas, worum wir euch beneiden", so der Vereins-Boss von Schluein Ilanz.

Peter Altmann


In diesem Video spricht Schluein-Präsident Simon Lutz über den Test gegen Österreich:


Florian Klein veräppelt "Piefke" Martin Harnik:


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