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Feiertage und Gratulationen von der Staatsspitze

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Für einen Sportler ist ein Medaillengewinn bei Olympischen Spielen immer etwas Besonderes. Manchmal macht er auch ein ganzes Land glücklich und stolz - besonders, wenn es sich um die erste Medaille handelt. In Rio da Janeiro erlebten gleich mehrere Nationen diesen Glücksmoment. Athleten kämpften mit ihren Emotionen, Staatspräsidenten gratulierten und riefen sogar Feiertage aus - ein Überblick:

KOSOVO: Tränen der Freude flossen bei Majlinda Kelmendi, nachdem die Judoka die allererste Goldmedaille für den Kosovo erkämpft hatte. "Ich wollte einfach nur weinen, es war so besonders", sagte die 25-Jährige über den Moment der Siegerehrung, als erstmals ihre Hymne erklang. Den Kindern im Kosovo will Kelmendi ein Vorbild sein.

"Gold zu gewinnen, ist eine Erinnerung für das ganze Leben"

Xuan Vinh Hoang

VIETNAM: Die erste Goldmedaille für Vietnam - ein unvergessliches Erlebnis, vor allem für Xuan Vinh Hoang. "Gold zu gewinnen, ist eine Erinnerung für das ganze Leben. Ich werde das nie vergessen", sagte Hoang, der mit der Luftpistole über die Zehn-Meter-Distanz siegte.

JORDANIEN: Er bekam sogar einen Anruf des Prinzen von Jordanien: Taekwondo-Athlet Ahmad Abughaush eroberte in Rio das allererste Edelmetall für Jordanien - und dann gleich Gold. "Der Prinz hat mir gratuliert und mir gesagt, dass die Menschen in Jordanien Freudentränen für mich vergießen", berichtete der 20-Jährige. "Es ist ein unglaubliches Gefühl, die allererste Medaille für sein Land zu gewinnen."

PUERTO RICO: Sie war nur Weltranglisten-34. und als Außenseiterin nach Rio gereist - am Ende hatte Monica Puig die Goldmedaille um den Hals. Im Finale besiegte die Tennisspielerin aus Puerto Rico die deutsche Weltranglisten-Zweite Angelique Kerber. Für Puig ein emotionaler Moment, vor allem die Hymne nach der Siegehrung. "Wenn ich aufgehört hätte, zu weinen, hätte ich wahrscheinlich angefangen, mitzusingen", sagte die 22-Jährige. "Aber ich konnte nicht. Ich habe die ganze Zeit geschluchzt."

FIDSCHI: Als Favorit angetreten, wurde die Nationalmannschaft von den Fidschi-Inseln dieser Rolle im Siebener-Rugby auf eindrucksvolle Art und Weise gerecht. Im Finale gab es ein 43:7 gegen Großbritannien. Die Überlegenheit musste sogar der Gegner anerkennen. Fidschi holte nicht nur seine erste Goldmedaille, sondern die erste olympische, die im Rugby seit 1924 überhaupt vergeben wurde. In der Heimat wurde zu Ehren der neuen Nationalhelden ein Feiertag eingeführt.

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